Stephanie Stern
Stephanie Stern bezeichnet ihre fotografischen Kompositionen als Assemblagen, in denen häufig Alltagsgegenstände im Zentrum stehen. In einem mehrstufigen Prozess fotografiert sie die Objekte und transformiert sie in zweidimensionale Abbildungen, wodurch ein visuelles Vokabular entsteht, das zuvor unvereinbare Elemente auf einer Bildebene in Dialog bringt. Ihre Kompositionen entwickelt sie stufenweise weiter: Fotografien der Assemblagen fließen in neue Arrangements ein. Diese Bild-im-Bild-Technik, oft mit extremer Verkleinerung verbunden, erzeugt verdichtete, komplexe Strukturen, wie die zehnteilige Serie Yeux (2024) zeigt, in der sich aus der ursprünglichen Komposition einer schwarzen Olive in Gläsern das Motiv zugunsten von Rhythmus, Zahlenverhältnissen und ornamentalen Mustern allmählich auflöst.