Raimund Abraham
Raimund Abraham zählt in den 1960er Jahren gemeinsam mit Hans Hollein und Walter Pichler zu den wichtigsten Protagonisten der Wiener Architektur-Avantgarde. Die Zeichnung, die in seinem Werk einen zentralen Stellenwert einnimmt, ist für Abraham nicht nur Vorstufe zur gebauten Architektur, sondern autonome künstlerische Ausdrucksform. Ab den frühen 1960er Jahren entstehen futuristische Stadtmodelle, visionäre Science-Fiction-Architekturen und utopische Räume auf Papier. Seine technoiden Stadtmaschinen und utopischen Megastrukturen zeugen von der intensiven Auseinandersetzung mit imaginärem und gebautem Raum. Der gebürtige Osttiroler ist vor allem auch als Theoretiker und Lehrender an amerikanischen und europäischen Universitäten einflussreich. In New York, wo er sich 1971 niederlässt, realisiert er mit dem Austrian Cultural Forum eines seiner wichtigsten Bauwerke.