Martin Walde
Im konzeptuellen Werk von Martin Walde spielen naturwissenschaftliche Phänomene und die Auseinandersetzung mit ungewöhnlichen Materialien ebenso eine Rolle wie Alltagsphänomene und Fragen der Wahrnehmung. Der Künstler, der in einer Reihe von internationalen Großausstellungen wie der documenta X (1997) vertreten war, arbeitet in den Bereichen Medienkunst, Installation, Objekt und Grafik. Beobachtungen im urbanen öffentlichen Raum und Zufallsbegegnungen mit Menschen, die sich in alltäglichen oder auch existenziellen Situationen befinden, bilden den Ausgangspunkt einer seit den frühen 1990er Jahren entstehenden Serie, die er „Enactments“ nennt. Oft erst nach geraumer Zeit kehrt der Künstler an den jeweiligen Schauplatz zurück, fertigt eine Fotografie an und schreibt dieser das erinnerte Ereignis mittels Zeichnung als geisterhafte Erscheinung wieder ein.