Martin Gostner
Innsbruck 1957 – lebt in Innsbruck und Düsseldorf
Martin Gostner, seit 2004 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, beschäftigt sich in seinen meist ortsbezogenen Arbeiten mit Geschichte und Erinnerung. Seine „Erkerkultur“ versteht er als künstlerische Praxis, bei der er an bedeutungsvollen Orten anonyme Objekte hinterlässt oder historische Plätze reflektiert. Der Begriff „Erker“ fungiert dabei als Hybridraum, in dem Persönliches und Kollektives, Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Seit den frühen 1990er Jahren thematisiert Gostner besonders in seinen Watte-Arbeiten das Formbare und Unpräzise von Erinnerung und Geschichtsschreibung. So verweist etwa seine Arbeit „Teppich wie Mond auf Erde“ auf den Minenkrieg am Monte Cimone im Ersten Weltkrieg.
Werke
Teppich wie Mond auf Erde (aus Erker 4, Mt. Cimone West), 2010Watte auf Holz, 185 × 185 × 10 cm