Maria Walcher
Maria Walcher arbeitet mit unterschiedlichen Medien und Materialien und greift in ihren Arbeiten aktuelle gesellschaftspolitische Themen auf. Partizipative Prozesse spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Auseinandersetzung mit scheinbar alltäglichen Dingen. In „Transhumanz“ kreuzen sich jahrhundertealte Routen, auf denen Schafhirten Grenzen überquerten, mit den Fluchtrouten von Migrant:innen auf dem Weg nach Europa. Mit der traditionellen Methode des Blaudrucks werden diese Routen auf das Baumwollfutter von Wolldecken gedruckt und mit handgefertigten Stickereien kombiniert. Einem Wegwerfprodukt wie dem Tempo-Taschentuch schreibt Walcher mittels Hohlsaum-Stickerei Fragen nach dem Wert von Zeit und Textilhandwerk ein, das vielfach von Frauen ausgeführt wird.