Hermann Pedit
Nach einer Ausbildung zum Kunstschlosser studierte Hermann Pedit an der Akademie der bildenden Künste Wien, unter anderem bei Fritz Wotruba. Zu Beginn seines künstlerischen Schaffens arbeitete er mit kubistischen Formen, bevor er sich in den 1960er-Jahren einer freieren, zunehmend expressiven Malerei zuwandte. Diese thematisiert neben Landschaftsmotiven auch innere Erfahrungen und existenzielle Fragen, oft in umfangreichen Bildzyklen wie „Schöpfung – 1. bis 7. Tag“ (1993), „Kosmischer Klang“ (1998/99), „Wie eine Symphonie“ (2000) oder „Eden“ (2004). Besonders eindringlich zeigt sich Pedits Auseinandersetzung mit den Grundfragen menschlicher Existenz in der 64-teiligen Werkreihe „Nacht der Seele“, in der er Eindrücke und Beobachtungen an verschiedenen Schauplätzen der Jugoslawienkriege in eine verdichtete Bildsprache übersetzt.