Helena Lea Manhartsberger
Helena Lea Manhartsberger setzt sich in ihren medienreflexiven Fotoprojekten mit aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinander – von der sudanesischen Demokratiebewegung über den Ukrainekrieg bis zur EU-Migrationspolitik. Lampedusa steht heute sinnbildlich für die Migrationsproblematik Europas. Seit dem Bootsunglück vom 3. Oktober 2013 mit 366 Toten sind solche Tragödien fast alltäglich geworden, worauf die EU zunehmend mit Abschottung reagiert. Dennoch erreichten im Sommer 2023 so viele Geflüchtete Italien wie seit 2016 nicht mehr. In ihrer Serie Lampedusa porträtiert Manhartsberger die Insel als Brennpunkt, an dem Massentourismus, Militarisierung und die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa unmittelbar aufeinandertreffen.