Eva Schlegel
Unscharf und schemenhaft entziehen sich Eva Schlegels Frauenporträts eindeutigen Lesarten, normierten Darstellungen und dem männlich dominierten Blick. Die Auseinandersetzung mit den Bedingungen von Wahrnehmung, Identität und Sprache sind ein zentrales Thema in den Arbeiten der international renommierten Medien- und Objektkünstlerin. In unterschiedlichen Techniken und Medien – von der Fotografie über Installation bis hin zu neueren Skulpturen in Augmented Reality – lotet Schlegel Aspekte des Uneindeutigen sowie des Ephemeren und Flüchtigen aus. Bereits Ende der 1980er Jahre wird Blei zu einem ihrer bevorzugten Bildträger, ein Material, das unterschiedlich konnotiert ist und sowohl Bedrohung als auch Schutzmantel sein kann. Von 1997 bis 2006 war Schlegel Professorin an der Akademie der bildenden Künste in Wien und 2011 Kommissärin des Österreich-Pavillons auf der 54. Biennale in Venedig.