Esther Strauß

Zams 1986 – lebt in Wien

Im Zentrum von Esther Strauß’ Werk steht die künstlerische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwortung und der Geschichte des Nationalsozialismus, oft im Spiegel ihrer eigenen Familienbiografie. Bekannt wurde sie unter anderem durch das performative Denkmal „Marie Blum“: 2020 legte Strauß für ein Jahr ihren eigenen Namen ab und trug offiziell den Namen von Marie Blum, einer im KZ Auschwitz-Birkenau ermordeten Neugeborenen – mit allen Konsequenzen im Alltag und in amtlichen Dokumenten. Strauß’ Performances sind meist nicht öffentlich zugänglich und existieren vor allem in reduzierter Nacherzählung weiter. In „Heimsuchung“ nimmt Strauß nach dem Tod ihrer Großmutter deren Frisur an und verbringt eine Nacht und einen Tag in deren leerer Wohnung – zurück bleiben ein Foto und ein knapper Text. Strauß setzt bewusst auf Lücken und Geheimnisse: Was ihre Kunst verbirgt, ist ebenso bedeutend wie das, was sie zeigt.

Werke
446126 Die Heimsuchung, 2018Performancefotografie, Pigmentdruck auf Hahnemühle Ultrasmooth
Am Tag nach dem Begräbnis meiner Großmutter gehe ich zum Frisör. Ich lasse mir Großmutters Frisur schneiden und färben. Ich kehre in Großmutters leere Wohnung zurück; ich verbringe eine Nacht und einen Tag in ihr.
Öffnungszeiten

Die Kunstbrücke öffnet
im Mai 2026.

Haupteingang

Adamgasse im RAIQA
Raiffeisenplatz 1
6020 Innsbruck
Wegbeschreibung

Kostenfrei

Der Eintritt sowie alle
Veranstaltungen sind kostenlos.

Barrierefrei

Die Kunstbrücke ist
barrierefrei zugänglich.

© Kunstbrücke 2026 – Alle Rechte vorbehalten.
Raiffeisen-Landesbank Tirol Ein Raum für Kunst der
Raiffeisen-Landesbank Tirol
DAS RAIQA – Quartier Innsbruck Mitte Ein Teil des RAIQA