Ernst Caramelle

Hall in Tirol 1952 – lebt in Karlsruhe, Frankfurt/Main und New York

Wie glaubwürdig ist das Sichtbare? Wie steht es um das Verhältnis zwischen Original und Reproduktion? Wie verändern an der Wand aufgetragene Farbschichten das Raumempfinden – und umgekehrt? Solchen Fragen widmet sich Ernst Caramelle seit den 1970er Jahren in unterschiedlichen Medien wie Malerei, Fotografie, Rauminstallation, Video, Zeichnung oder Lichtarbeiten. Die konzeptuellen Arbeiten des documenta-Teilnehmers und ehemaligen Rektors der Kunstakademie Karlsruhe (2012–2018) greifen oft architektonische Elemente ihrer Umgebung auf, spiegeln Perspektiven und schaffen daraus neue räumliche Illusionen. Die so genannten Lichtarbeiten entstehen über lange Zeiträume hinweg, in denen Caramelle farbiges Papier durch die Sonne belichten lässt und mittels Schablonen räumliche Anordnungen erzeugt.

Werke
Vesuvschirm, 1974Federzeichnung / Deckfarbe auf Papier, 22 × 29 cm
Ohne Titel (Lichtarbeit), 1983Sonne auf Papier, 23 × 30 cm
Intersection, 2002Bleistift, Aquarell auf Papier, 28 × 35 cm
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