Chryseldis Hofer-Mitterer
In der symbolisch aufgeladenen Bildsprache der Malerin und Grafikerin Chryseldis Hofer-Mitter werden Motive aus der Natur auch zu Metaphern für existenzielle Fragen, für Aspekte des Menschseins und des religiösen Empfindens. Aufgewachsen als Tochter eines Gastwirts im Tiroler Oberland, studiert Hofer-Mitterer in den 1960er Jahren an der Akademie der bildenden Künste in Wien, ab 1968 als Meisterschülerin von Rudolf Hausner. Sie entwickelt ihren eigenen, von klaren Formen, dem subtilen Spiel mit Farben und einer Vorliebe für das Flächige geprägten Stil. Als die Künstlerin den Auftrag für die Gestaltung der Glasfenster im Notburgaheim der Barmherzigen Schwestern in Eben erhält, beginnt sie, sich intensiv mit den sechs heiligen Frauen zu beschäftigen, denen diese Fenster gewidmet sind. Die in Mischtechnik auf Papier umgesetzten Sujets aus der Sammlung RLB beziehen sich auf die Heilige Notburga von Eben.