Benjamin Zanon
Lienz 1981 – lebt in Innsbruck
Benjamin Zanon zeichnet in mikrosokopischer Manier in Tusche oder Multiliner auf Papier. Feinste Punkte und Striche verdichten sich zu scheinbar organischen Schichtungen, zu meditativen Auseinandersetzungen mit Sprache, Schrift und Gedanken zu unserer Zeit. Mit der Arbeit „Kopfmaschine“ widmet er sich erstmals dem Selbstporträt – einer Bildgattung, die sich im 15. Jahrhundert als autonomes Bildnis emanzipiert und seither vielfältige Ausprägungen findet. Zanon übersetzt seine Gesichtszüge schemenhaft in labyrinthisch angelegte Linienwege, die an Grundrisse, archäologische Grabungen, historische Gartenanlagen oder Raumkonstruktionen aus der Vogelperspektive erinnern.
Werke
Kopfmaschine II, 2019Tusche auf lasiertem Holz