RLB Kunstpreis 2026
Matthias Noggler
Die Bildwelt von Matthias Noggler entsteht aus einer intensiven Auseinandersetzung mit der visuellen Sprache der europäischen Moderne und ihrer Verflechtung mit sozialen, künstlerischen und politischen Bewegungen. Einflüsse des Fantastischen, mitunter auch des Sozialistischen Realismus sowie das Spiel zwischen surrealer Figuration, expressiver Abstraktion bis hin zu einer eigensinnig gebrochenen Pop Art prägen seine Malerei. Noggler verbindet dabei unterschiedliche Stile und Techniken – von Renaissancekompositionen und surrealen Architekturen bis zu Anklängen an Wandmalerei und Comic – zu einer unverwechselbaren Bildsprache. (Auszug aus dem Jurystatement)
Vik Bayer
Vik Bayer überzeugt mit einer künstlerischen Praxis, die auf präziser Recherche basiert und ökologische wie gesellschaftliche Zusammenhänge differenziert analysiert. Durch die Erprobung alternativer Organisationsformen – von solidarischen Ökonomien bis zu gemeinschaftsbasierten Produktionsweisen – setzt Bayer Impulse für soziologische und politische Diskurse. Die ästhetisch wie konzeptuell dichten Arbeiten thematisieren Nachhaltigkeit, den Umgang mit Ressourcen und mehr als menschliche Beziehungen. Sie eröffnen Räume, in denen kritisches Denken, kollektives Handeln und die Imagination zukünftiger ökologischer Realitäten produktiv zusammenfinden. (Auszug aus dem Jurystatement)
Simona Obholzer
Simona Obholzers künstlerische Praxis widmet sich der Inszenierung künstlicher Natur für Spiel und Freizeit und der Frage, wie Bilder unsere Wahrnehmung formen. Ob Rasenflächen oder virtuelle Landschaften – Natur erscheint bei ihr als gestaltete, normierte Oberfläche, in die sich ökologische, politische und ökonomische Prozesse einschreiben. Themen wie Bodenversiegelung, Freizeitraumgestaltung, Standardisierung und Haptik in einer zunehmend digitalen Welt übersetzt die Künstlerin in präzise komponierte Bildräume. Die Jury überzeugten die konzeptuelle Klarheit und formale Präzision von Simona Obholzers multimedialer Praxis. (Auszug aus dem Jurystatement)