Ausgehend von Architektur, urbanen Strukturen und landschaftlichen Formationen untersucht Dorit Margreiter Choy in den präsentierten Arbeiten, wie Räume Wahrnehmung lenken, Bewegung organisieren und historische wie auch gesellschaftliche Bedeutungen in sich einschreiben. Ihre Arbeiten verdeutlichen, dass Raum niemals neutral ist, sondern stets als Manifestation politischer, ökonomischer und kultureller Verhältnisse fungiert.
Zwischen der Typografie zentrum (entwickelt aus der Leuchtschrift des Leipziger Brühlzentrums), dem Mobile passage, den Arbeiten zum Spiegelkabinett Calypso und dem Film Silber spannt sich ein dichtes Netz von Bezügen. Hier werden unterschiedlichste Raumformen erfahrbar: Dorit Margreiter Choy verknüpft Fragen der Wahrnehmung und Bewegung mit Analysen zu Geschichte, Ökonomie und ökologischem Wandel. So macht die Ausstellung sichtbar, wie untrennbar räumliche Erfahrung und gesellschaftliche Wirklichkeit miteinander verwoben sind.