Thomas Feuerstein

Apologie der Schwebe

14.11.2017 – 23.02.2018

Thomas Feuerstein (* 1968 Innsbruck) bewegt sich inhaltlich wie formal in einem weiten künstlerischen Aktionsfeld und verbindet naturwissenschaftliche Prozesse mit philosophischen, ökonomischen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Elf Jahre, nachdem ihm der Hauptpreis des RLB Kunstpreises verliehen wurde, gibt die Ausstellung anhand von Tafelbildern einen Einblick in seine prozesshafte Arbeitsweise.

Die Grenzen zwischen Natur und Kunst, Vergangenheit und Zukunft, Realität und Fiktion verschwimmen in den Arbeiten von Thomas Feuerstein und rücken das Prozesshafte, die Verwandlung und Umdeutung in den Vordergrund. In diesem Sinne ist auch der Ausstellungstitel „Apologie der Schwebe“ zu verstehen.

Wird das Werk von Thomas Feuerstein vorwiegend mit raumgreifenden, laborähnlichen Installationen verbunden, die ästhetisch an Science-Fiction-artige Alchimistenküchen erinnern, so konzentriert sich die Ausstellung der RLB Kunstbrücke erstmals ausschließlich auf seine Tafelbilder.

Präsentiert werden über 60 Arbeiten in dichten, thematisch orientierten Werkblöcken, in die effektvoll große, malerisch wirkende Plakatarbeiten integriert sind. Dazwischen bilden großformatige Acrylbilder und Zeichnungen visuelle Ruhepole.

Zu Beginn findet sich eine Reihe historischer Stiche und Fachbücher – Wissensspeicher vergangener Zeiten, die Feuerstein assoziativ überarbeitet. Im Zentrum des zweiten Blocks steht eine Wandgarfik mit einem Glücksrad und Begriffen, um die sich Arbeiten gruppieren, die Bezüge zu unterschiedlichen Projekten mit naturwissenschaftlichem Hintergrund herstellen.

Der dritten Block widmet sich politisch-ökonomischen Zusammenhängen. Die hier präsentierten Arbeiten stellen Begriffe wie „Kapital“ oder Symbole wie die erhobene Arbeiterfaust in mehrdeutige Kontexte. So verweist die Metapher „invisible hand“ auf den schottischen Ökonomen Adam Smith und die Selbstregulierung des Marktes ebenso wie auf den Einfluss höherer Mächte. Den Abschluss bildet eine über fünf Meter lange Plakatwand, die Thomas Feuerstein eigens für die Ausstellung gestaltet hat.

Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Katalog mit einem Textbeitrag von Lena Nievers und einem Gespräch mit Thomas Feuerstein, geführt von Silvia Höller (64 Seiten).

Governor, 2015
Kohle auf Papier, 137x185cm
Sammlung der Kulturabteilung der Stadt Wien-MUSA
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht
Club of Bone, 2012
Mischtechnik auf Papier, Buchobjekt
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck/Wien
Zeiten & Anfahrt
ab Mai 2026
Öffnungszeiten

Die Kunstbrücke öffnet
im Mai 2026.

Haupteingang

Adamgasse im RAIQA
Raiffeisenplatz 1
6020 Innsbruck
Wegbeschreibung

Anfahrt Kunstbrücke
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