Stephanie Stern

Polyphone Verschiebungen

30.09. – 27.11.2024

Stephanie Stern präsentiert eine Reihe neuer Fotoarbeiten, die auf kunstvoll arrangierten Objektkompositionen basieren. Ähnlich wie in der polyphonen Musik, in der autonome Melodien miteinander verwoben sind, wird hier das Zusammenspiel von Formen und Materialität neu interpretiert, um auf unkonvetionelle Weise verschiedene Themen anzustoßen.

Stern, die in diesem Jahr mit einem der beiden Förderpreise des RLB Kunstpreises ausgezeichnet wurde, bezeichnet ihre fotografischen Kompositionen als Assemblagen – Zusammenstellungen, die vorwiegend Alltagsgegenstände und Nahrung/Essen in den Mittelpunkt rücken. In einem mehrstufigen Prozess fotografiert sie diese Objekte und integriert diese Aufnahmen wiederum in neue Arrangements. Diese Bild-im-Bild-Technik, häufig verbunden mit extremer Verkleinerung, führt zu verdichteten, zunehmend komplexeren Bildstrukturen, wie beispielsweise die zehnteilige Serie Yeux (2024) zeigt: Ausgehend von der ursprünglichen Komposition einer schwarzen Olive in Gläsern entfaltet sich durch schrittweise Verkleinerung und Neuanordnung eine visuelle Progression, in der sich das Motiv zugunsten von Rhythmus, Zahlenverhältnissen und ornamentalen Mustern allmählich auflöst.

„Muster sind für mich Ausdruck tieferer Prozesse und Strukturen, die sowohl in der Natur als auch in der menschlichen Kultur existieren. Ich sehe sie nicht nur als dekorative Elemente, sondern als Schlüssel zum Verständnis unserer Welt“, so Stephanie Stern im Interview des begleitenden Katalogs.

Beim künstlerischen Arbeitsprozess ist Musik für Stephanie Stern eine wichtige Begleiterin, die ihre Arbeitsweise auf einer intuitiven Ebene beeinflusst. „So spiegelt sich die Idee der Polyphonie, also des Zusammenklangs verschiedener Stimmen und Elemente, sowohl in meinen visuellen Arbeiten als auch im Ausstellungstitel wider“, erläutert die Künstlerin.

In ihren neuesten, für die Ausstellung realisierten Arbeiten setzt sich Stern unter anderem mit Algen auseinander und greift damit, so Bettina Spörr, „sowohl den kulturellen Themenkreis des Essens auf, lässt aber auch an die aktuellen Debatten zur Welternährung und die großen Hoffnungen denken, die Forscher:innen derzeit aufgrund der enormen Kapazitäten als CO2-Speichermedium in Algen legen“.

Zur Ausstellung erscheint ein 64-seitiger Katalog mit einem Beitrag von Bettina Spörr sowie einem Interview mit Stephanie Stern, geführt von Silvia Höller.

In Kooperation mit dem Bildungshaus Osttirol findet am Dienstag, den 22. Oktober, um 18.30 Uhr eine vertiefende Dialogführung Kunst in Kürze mit Evelin Gander statt.

Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht
Liquid Bloom, 2024
Inkjetprint auf Awagami Kozo Papier, 140×90 cm
Yeux, 2024
10-teilig, Inkjetprint auf Fineart-Papier, je 30×21 cm
Zeiten & Anfahrt
ab Mai 2026
Öffnungszeiten

Die Kunstbrücke öffnet
im Mai 2026.

Haupteingang

Adamgasse im RAIQA
Raiffeisenplatz 1
6020 Innsbruck
Wegbeschreibung

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