Mit sechs positionen startet die RLB Kunstbrücke eine Ausstellungsreihe, in der unterschiedliche Tiroler Künstler:innen eingebunden sind und größtenteils eigens für die Schau konzipierte Arbeiten präsentieren. Der Schwazer Medienkünstler Rens Veltman etwa hat einen Portalroboter entwickelt, der entlang der Glasbrüstung der zwölf Meter langen Brücke aus Plus- und Minuszeichen eine Bergsilhouette auf- und wieder abbaut. Christoph Hinterhuber realisiert eine Wandinstallation mit der Leuchtschrift nothing, während Barbara Huber sich in einer mehrteiligen Fotoserie mit dem Begriff Horizont auseinandersetzt.
Christian Stock gestaltet einerseits eine Wandmalerei und zeigt andererseits seine charakteristischen Würfelbilder, bei denen er auf kleinen quadratischen Leinwänden tausende Farbschichten übereinanderlegt, bis ein kubischer Farbkörper entsteht – Zeit wird hier im Bildkörper selbst erfahrbar. Die Transformation klassischer künstlerischer Gattungen beschäftigt auch Pia Steixner, die für das Foyer großformatige Säulenregale mit akkurat geschichteten Werbebroschüren entwickelt, die wie monumentale Denkmäler einer Entsorgungsgesellschaft erscheinen. Claudia Hirtl wiederum verweist mit ihrer Intervention an der großen Foyerwand auf Phänomenologie und Hermeneutik im Spannungsfeld von Zeichen und Sprache.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Interviews mit den Künstler:innen, geführt von Silvia Höller.