Die Tradition des Geschichtenerzählens ist eine der ältesten Formen der Überlieferung. Sie begleitet unseren Alltag, regt Denken, Emotionen und Fantasien an und erfüllt zugleich eine archivierende und verbindende Funktion. In Literatur, Film und bildender Kunst werden Erzählstoffe ständig neu befragt – und immer wieder andere Strategien des Narrativs erprobt.
Die Ausstellung narrative versteht sich als fragmentarisches Puzzle, das Besucher:innen in das Feld zeitgenössischer Erzählformen führt. 22 Werke von 13 regionalen und internationalen Künstler:innen zeigen die Vielfalt künstlerischer Strategien des Erzählens – von rätselhaften Bildwelten, die an Traumsequenzen erinnern, über ruhige Momentaufnahmen bis zu Arbeiten, die auf realen Ereignissen, Mythen oder kollektiven Bildern basieren.
Die Beiträge reichen von malerischen, fotografischen und filmischen Positionen bis hin zu installativen Arbeiten und großformatigen Bild-Text-Konstellationen. Immer geht es um die Frage, wie sich Geschichten heute in Bildern manifestieren – zwischen individueller Erinnerung, medial geprägten Vorstellungen und der Bilderflut des Alltags.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen von Thomas Feuerstein, Silvia Höller und Gerhard Johann Lischka.