Maria Lassnig

Sammlung Essl

18.10.2005 – 13.01.2006RLB Kunstbrücke, Innsbruck

Maria Lassnig nimmt heute eine herausragende Position in der internationalen Kunstszene ein. Auf diese Wertschätzung musste sie lange warten. Unbeirrt und mit großer Konsequenz verfolgte sie von Beginn an ihre eigene Auffassung von Malerei, die sie als Sichtbarmachung von Körperempfindungen verstand. Dieses Konzept der „Körperbewusstseinsbilder“, das zunächst auf Unverständnis stieß, gilt heute als ihre zentrale künstlerische Errungenschaft und hat sich tief in die Kunstgeschichte eingeschrieben

Aus dem umfangreichen Bestand der Sammlung von Agnes und Karlheinz Essl, die in Klosterneuburg mit dem Essl Museum eines der bedeutendsten privaten Häuser für zeitgenössische Kunst aufgebaut haben, zeigt die RLB Kunstbrücke eine Auswahl von 27 Ölgemälden von Maria Lassnig aus unterschiedlichen Schaffensphasen.

Maria Lassnig, 1919 in Kappel am Krappfeld (Kärnten) geboren, studierte von 1941 bis 1944 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. In den frühen Nachkriegsjahren setzte sie sich zunächst mit dem Surrealismus auseinander, bevor sie sich nach einem Paris-Aufenthalt Anfang der 1950er Jahre zeitweise der informellen Malerei zuwandte. Schließlich wurde für sie die figurative Malerei zum zentralen Medium, um subjektive psychische und physische Erfahrungen zu formulieren.

Das Selbstbildnis entwickelte sich dabei zu ihrem Leitmotiv, die intensive, körperorientierte Bewusstseinsarbeit zur Triebkraft ihres künstlerischen Vorgehens. Ab den späten 1970er Jahren erweiterte sich ihr thematisches Spektrum: Mythologische Motive, Zeitthemen und existenzielle Fragen des Daseins traten zunehmend neben die Körperbilder.

Nach Stationen in Paris (ab 1961) lebte Lassnig von 1968 bis 1980 in New York. 1980 folgte sie einem Ruf an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien und wurde dort – als eine der ersten Frauen im deutschsprachigen Raum – Professorin für Malerei, eine Position, die sie bis 1997 innehatte.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Beitrag von Silvia Höller und Textauszügen aus dem publizierten Tagebuch von Maria Lassnig.

Traurige Trauben, 1982
Öl auf Leinwand, 24x41 cm
Sammlung Essl Privatstiftung
Kopf, 1963
Öl auf Leinwand, 71x91 cm
Sammlung Essl Privatstiftung
Insektenforscher I, 2003
Öl auf Leinwand, 140x150 cm
Sammlung Essl Privatstiftung
Woman Power, 1979
Öl auf Leinwand, 182x126 cm
Sammlung Essl Privatstiftung
Zeiten & Anfahrt
öffnet ab
13.10.2026
Öffnungszeiten

13.10.2026 – 09.01.2027
Christa Sommerer & Laurent Mignonneau

Montag – Freitag
14:00 – 18:00 Uhr
Samstag
10:00 – 13:00 Uhr
Sonn- & Feiertag
geschlossen

Vormittags für Schulklassen
nach Vereinbarung.

Haupteingang

Adamgasse im RAIQA
Raiffeisenplatz 1
6020 Innsbruck
Wegbeschreibung

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Der Eintritt sowie alle
Veranstaltungen sind kostenlos.

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