Lois Weinberger wurde 1947 in Stams geboren, Franziska Weinberger stammt aus Innsbruck (1953) – beide leben seit den späten 1980er Jahren in Wien. Seit vielen Jahren finden wir eine intensive künstlerische Zusammenarbeit, die seit 1999 dazu führt, dass die Arbeiten unter „Lois und Franziska Weinberger“ präsentiert werden.
Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit steht die Auseinandersetzung mit dem Thema Natur. Ihr Naturbegriff ist dabei stets von einer gesellschaftspolitischen Auffassung geprägt. Die Ideen des Peripheren, des Nomadentums, der Migration, die Arbeit an sozialen Gärten, die Frage von Ordnung und Unordnung, sei es im Pflanzenbereich oder in gesellschaftlichen Systemen, charakterisieren wichtige Teile ihrer Arbeit. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen fließen ebenso ein wie Erzählungen oder volkstümliche Überlieferungen und zeichnen die enorme Assoziationsbreite ihrer Arbeiten aus.
Zur Ausstellung ist im Skarabaeus Verlag das von Christoph Bertsch und Silvia Höller herausgegebene Buch Lois & Franziska Weinberger: Feldarbeit/Field Work erschienen (280 Seiten).