Leo Putz Frauenbilder

Sammlung Siegfried Unterberger

09.03. – 07.05.2010

Als wichtigster Vertreter der Künstlergemeinschaft "Scholle" war Leo Putz eine bedeutende Persönlichkeit der ersten Jahrzehnte des 20. Jh. in München. Seinen Nachruhm begründeten vor allem die hervorragenden Frauenporträts und weibliche Akte.
Kuratoren: Silvia Höller, Michael Rainer.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl dieser Frauenbilder aus der Sammlung des Südtiroler Unternehmers Siegfried Unterberger und fragt nach dem dahinterliegenden Frauenbild. Wie wirken das künstlerische Milieu, der zeitgenössische Kunstmarkt und die Persönlichkeit des Künstlers bei der Konstruktion der gemalten Frauenbilder der vorletzten Jahrhundertwende zusammen?

Dem Jugendstil und Impressionismus nahestehend, verstand sich die 1899 in München gegründete Künstlergemeinschaft Scholle als Sammelbecken junger Künstler, die gegen den etablierten Akademiebetrieb eine naturalistische Kunstauffassung außerhalb des Ateliers verfolgten und vor allem neue, unabhängige Ausstellungsmöglichkeiten suchten. Leo Putz (1869 Meran – Meran 1940) gilt als der wichtigste Vertreter dieser Gruppe.

Er wurde 1869 in Meran geboren. Seine Ausbildung absolvierte er an der Münchener Akademie und an der Académie Julian in Paris. 1895 ließ er sich als freier Maler in München nieder und wurde schon bald zu einer zentralen Figur der Münchner Kunstszene. In seinen Werken verarbeitete er in eigener Weise Anregungen der wichtigsten Kunstströmungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – Impressionismus, Jugendstil und Expressionismus.

Seine hohe technische Versiertheit verband ein leuchtendes Kolorit mit einer äußerst gekonnten Lichtführung. Im thematischen Mittelpunkt standen vor allem das Frauenporträt und der weibliche Akt. Seine Aktdarstellungen sorgten wiederholt für großes Aufsehen bis hin zum Skandal. Er durchschaute sehr schnell die Mechanismen des Kunstmarktes und verstand es geschickt, einerseits den konservativen Geschmack des Publikums zu bedienen sowie den Skandal bewusst zu nutzen, um seinen Ruf als revolutionärer Geist auf dem Feld der erotischen Kunst zu festigen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Silvia Höller, Michael Rainer und Siegfried Unterberger.

Am Ufer, 1909
Öl auf Leinwand, 151x141 cm

Bacchanale, 1905
Öl auf Holz, 114x115 cm
Dame in Blau, 1908
Öl auf Leinwand, 140x130 cm
Das kitzlige Schnecklein, 1904
Öl auf Holz, 75x95 cm
Zeiten & Anfahrt
öffnet ab
05.05.2026
Öffnungszeiten

05.05. – 04.07.2026
Dorit Margreiter Choy.

Montag – Freitag
14:00 – 18:00 Uhr
Samstag
10:00 – 13:00 Uhr
Sonn- & Feiertag
geschlossen

Vormittags für Schulklassen
nach Vereinbarung.

Haupteingang

Adamgasse im RAIQA
Raiffeisenplatz 1
6020 Innsbruck
Wegbeschreibung

Kostenfrei

Der Eintritt sowie alle
Veranstaltungen sind kostenlos.

Anfahrt Kunstbrücke
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