Helmut Schober, 1944 in Innsbruck geboren, lebt seit über dreißig Jahren in Mailand und zählt durch seine Teilnahme an der documenta in Kassel (1977, 1987), der Biennale von Venedig (1978, 1986) sowie zahlreiche museale Einzelausstellungen zu den international anerkannten österreichischen Künstlern. Waren in den 1970er Jahren Performances werkbestimmend, widmet er sich ab 1979 vorwiegend Malerei, Zeichnung und Skulptur.
Mit einer von ihm entwickelten Mischung nahezu ungebundener, reiner Farbpigmente und Graphit, die er in vielen übereinanderliegenden, teils reliefartigen Schichten aufträgt, erzeugt Schober ein in den Raum strahlendes Licht, das die Zweidimensionalität des Tafelbildes optisch überschreitet. In den 1980er Jahren konzentriert er sich auf Schwarz und Weiß als duales Prinzip von Licht und Finsternis; verblassende figurative Elemente und sich auflösende Körper führen ihn allmählich zu geometrischen Formen wie Dreieck, Kreis, Quadrat oder Spirale. Seit den 1990er Jahren wendet er sich der monochromen Verwendung der Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie komplexen polychromen Bildfindungen zu.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen von Magdalena Hörmann-Weingartner und Dieter Ronte (152 Seiten).