Im Rahmen eines geladenen Kunst-am-Bau-Wettbewerbs wurde Dorit Margreiter Choy mit der räumlichen Neugestaltung der Kunstbrücke betraut. „Uns war es wichtig, neue Wege zu gehen und Kunstschaffende von Beginn an in die Planung einzubeziehen. Der Entwurf von Dorit Margreiter Choy überzeugte uns, weil er Architektur als etwas Dynamisches, Offenes und Experimentelles versteht, funktionale und nachhaltige Aspekte mitdenkt und dem Ort eine starke eigene Identität verleiht“, erläutert Silvia Höller, Leiterin der Kunstbrücke.
Zum Auftakt rückt der neue Raum selbst in den Fokus – im Dialog mit Arbeiten von Dorit Margreiter Choy. In ihrer künstlerischen Praxis verknüpft die österreichische Medienkünstlerin Fragen von Wahrnehmung und Bewegung mit Analysen zu Geschichte, Ökonomie und ökologischem Wandel. Ihre Werke und das Raumkonzept verdeutlichen dabei die enge Verflechtung von räumlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Realität.
„Eine künstlerische Arbeit ist fast immer auf den Raum bezogen, sie kann ohne eine Verräumlichung kaum gedacht werden, nicht einmal im digitalen Bereich. Insofern sehe ich die Architektur stets als Teil der künstlerischen Arbeit“, so Dorit Margreiter Choy.
Dorit Margreiter Choy (1967 Wien) ist seit 2006 Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen u. a. in der Cukrarna Gallery Ljubljana (2025), auf der SEFO Triennale (2024), im mumok Wien (2019) sowie im Museo Reina Sofía in Madrid (2011) präsentiert. 2009 vertrat die in Wien lebende Medienkünstlerin Österreich auf der 53. Biennale von Venedig (gemeinsam mit Elke Krystufek und Franziska & Lois Weinberger).