In einer künstlichen Strandkulisse werden zwei Sonnenschirme durch das Einspielen von Echtzeit-Börsendaten fossiler Rohstoffkonzerne in Bewegung versetzt, um eine virtuelle Windbewegung zu simulieren. Leiter (*1999 in Lienz – lebt in Wien) nutzt die Aktienkurse von Unternehmen wie Shell, BP oder ExxonMobil, um die Zusammenhänge zwischen der Ausbeutung der Umwelt und klimatischen Auswirkungen zu veranschaulichen. Ein Mini-Computer lädt Echtzeit-Börsendaten der Unternehmen herunter und rechnet diese in Motorbewegungen um. 16 Elektromotoren steuern Kabelzüge im Inneren der Schirme, deren Streben sich entsprechend den Kursveränderungen verbiegen.
Die unsichtbaren Verbindungen zwischen globalen Wetterphänomenen und menschlichem Handeln werden so durch jede noch so geringe Veränderung der Aktienkurse in messbare „Windschwankungen“ übersetzt, um für nicht sichtbare, aber folgenreiche Prozesse zu sensibilisieren.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Beitrag von Linnea Streit sowie einem Interview mit Daniel Leiter, geführt von Silvia Höller.
Vertiefende Dialogführung mit Evelin Gander: Mittwoch, 11. Juni 2025, 18.00 Uhr. Eine Kooperation mit dem Bildungshaus Osttirol.