Heute ist das Sammeln von Kunst ein fester Bestandteil der Gegenwartskultur. Neben privaten Sammler:innen, die sich zu einflussreichen Akteur:innen im Kunstsystem entwickelt haben, bauen seit einigen Jahrzehnten auch Unternehmen eigene Kunstsammlungen auf.
Die Raiffeisen-Landesbank Tirol begann in den 1960er Jahren mit dem Aufbau einer Kunstsammlung. Die regionale Ausrichtung des Unternehmens spiegelt sich im Profil der Sammlung wider, das auf Künstler:innen mit biografischem Bezug zu Tirol von der Nachkriegszeit bis heute fokussiert ist. Wie bei vielen Unternehmenssammlungen bilden Tafelbilder und Grafiken den Kern des Bestands.
Die aktuelle Ausstellung und die begleitende Publikation im Haymon Verlag, in der 40 Künstler:innen aus der Region vorgestellt werden, geben einen Einblick in die Sammlung und verstehen sich als vorläufiger Zwischenbericht. Sie erheben keinen Anspruch, das vielgestaltige Tiroler Kunstschaffen der vergangenen Jahrzehnte vollständig abzubilden, sondern markieren einen möglichen Blickwinkel unter vielen.
Die Jury der Sammlung Raiffeisen-Landesbank Tirol setzte sich von 2008 bis 2012 aus Christoph Bertsch (Institut für Kunstgeschichte, Universität Innsbruck), Gerald Matt (Direktor Kunsthalle Wien) und Silvia Höller (Leitung, RLB Kunstbrücke) zusammen.
Zur Ausstellung erscheint im Haymon Verlag eine umfassende Publikation unter Mitwirkung von 36 Autor:innen (272 Seiten).