„Ich könnte das, worum es mir tatsächlich geht, am ehesten mit einer Formel von Le Corbusier abgrenzen: espace, lumière, volume (Raum, Licht, Volumen).“ – Wilfried Kirschl, 1979
Wilfried Kirschls Bildwelten sind geprägt von der Auseinandersetzung mit Licht und dem Streben nach einer harmonischen Ordnung von Fläche und Form. In abstrahierten Architekturlandschaften und fein komponierten Stillleben „verschmilzt die Disziplin Landschaft mit der Disziplin Stillleben“.
Neben seiner künstlerischen Arbeit prägte Kirschl das Tiroler Kulturleben maßgeblich: 1964 gründete er gemeinsam mit Paul Flora, Magdalena Hörmann und Oswald Oberhuber die Galerie im Taxispalais in Innsbruck und war dort lange als Kurator tätig. Eine herausragende Leistung stellt seine umfassende Forschungsarbeit zu Albin Egger‑Lienz dar, die 1977 in einer groß angelegten Monografie mündete.