Markus Prachensky wurde 1932 in Innsbruck geboren. Sein Vater Wilhelm Nicolaus Prachensky war Maler und Architekt und zählt ebenso wie sein Bruder Theodor zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der Tiroler Zwischenkriegszeit – der Weg des Sohnes zur Kunst war damit früh vorgezeichnet. Mit zwanzig Jahren übersiedelte Prachensky nach Wien und begann ein Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste, entschied sich jedoch bald, die Malerei ins Zentrum seines Schaffens zu stellen.
Schon während des Studiums interessierte er sich ausschließlich für abstrakte Malerei: Zunächst bestimmten geometrische Formen seine Arbeiten, Mitte der 1950er Jahre entwickelte er dann seine unverwechselbare Bildsprache. Kennzeichnend ist eine reduzierte, äußerst wirkungsvolle Malerei und die intensive Auseinandersetzung mit der Farbe Rot, die zu seinem Markenzeichen wurde.
Reisen waren für Prachensky zeitlebens Triebfeder und Inspirationsquelle – etwa nach Italien, Frankreich oder Kalifornien. Die Titel seiner meist in großen Werkgruppen angelegten Bilder verweisen auf diese Aufenthalte, deren Eindrücke er in wenigen Farben und Formen bündelte und in einem rhythmisch-abstrakten Malakt auf Leinwand oder Bütten umsetzte